Schlussfotos…

Straßenkünstler in Quito
Meeresblicke…
Blaufußtölpel-wenn auch nicht auf Galapagos
Treiben auf dem Fischmarkt in Puerto Lopez-fast direkt vor unserem Hostel

Markttreiben am Busbahnhof in Otavalo
Die Berge umgeben uns- mal mehr, mal weniger
Wanderung um diesen See in der Nähe von Otavalo-eine Tagesrunde
Quilotoa-Loop, faszinierend von den Naturerlebnissen
Quilotoa-See erreicht-die Wandertage haben sich sehr gelohnt
Natur um uns herum-wie inspirierend
Ein unvergesslicher Abend bei Dario und seiner Großfamilie in Banos
Katzenbegegnungen….
Banos und ein Tourifoto der üblichen Art

Wasserfälle-immer wieder sind wir erstaunt von der Kraft der Gewalten…

Unsere „Zwischenlandung“ wurde zur „Punktlandung“

Der Flieger ging von Quito über Madrid nach München, am 15./16. Februar, genau 6 Monate nach unserem Aufbruch. Beste Versorgung( 2 Mahlzeiten, Top-Media-Ausstattung)im A 630/640 von Quito nach Madrid, beste Unterhaltung mit einem Rand – Münchner( alternativ, mit einigen Projekten beschäftigt, kommendes Jahr mit Bus und Familie auf geplanter Russland-Route)ließen die lange Flugzeit schnell vergehen. Und unsere Aufregung stieg mit jedem Meter, der uns näher an Hof brachte. Gepäck dauerte zwar länger als gewohnt bei der Ausgabe in München, ich hatte die Wette gewonnen( immer ein Spielchen zwischen uns-welcher Rucksack liegt als erster auf dem Band?…), aber irgendwann hatten wir beide Rucksäcke wohlbehalten auf unseren Rücken, die Bahntickets und in München-Freising noch soviel Zeit, um beim Griechen ein bayerisches Bierchen zu trinken und zu essen.

Die Freude war riesengroß, als wir uns mit unserer Anne und Jule in Hof gegenseitig in die Arme schlossen, kleine Tränchen flossen und immer wieder gekusselt wurde. Sie waren die Einzigen, die von unserer Ankunft wussten. Es wurde eine lange Nacht des Erzählens… und wir genossen die ersten Tage fast ausschließlich das Familienleben. Die Überraschungsbesuche und Treff’s waren auch sehr emotional.

Tja und ob nun Bauchgefühl, innere Stimme oder….- wir verbrachten die nächsten Tage viel im Krankenhaus bzw. Hospiz, um allmählich von Rosi, Matthi’s Mama, Abschied zu nehmen, die am 12.3.ihren Frieden gefunden hat. Diese Zeit war enorm intensiv für uns alle, mit Gesprächen, Begegnungen, dem Zusammenrücken der Großfamilie, tiefen Gedanken und viel Dankbarkeit!!!

Den Flieger mit Anne nach Uganda(wäre am 1.März gewesen) hatten wir gecancelt.

Tja und nun begann die „neue Zeitrechnung“ mit Corona, unsere Reisepläne müssen ruhen( übrigens hat Uganda als 1. afrikanisches Land die Einreisebestimmungen verschärft), aber allen, die es in nah und fern noch nicht wissen, wir sind im Lande, uns geht es sehr gut, wir verspüren noch viel Energie und Power und schweben immer noch in unserer „Wolke“.

Wir nehmen es so an, wie es ist, das Leben hält immer Überraschungen bereit und wir fühlen uns sehr wohl mit unserem derzeitigen „Nichtstun“, dem Familienleben und all den Dingen, die gerade auf alle einstürzen. Wir hatten intuitiv also eine Punktlandung.

Es folgen in Kürze noch paar Fotos von unseren letzten Südamerika-Erlebnissen und dann wünschen wir Euch allen vor allem Gelassenheit, viel Gesundheit und Power für die nächste Zeit( denkt bitte bei all Euren persönlichen Befindlichkeiten an all jene, die jetzt über sich hinauswachsen müssen und für uns schuften, an all die Selbständigen, die Existenzsorgen haben und an alle, denen es nicht so gut geht und die niemand auffängt, egal, wo auf der Welt)!!!

DANKE, dass Ihr uns gefolgt seid und Anteil nahmt an unseren kleine Abenteuern….

Liebste Grüße an alle Matthias und Silke

Am Pazific

Unsere letzte Woche wollten wir nach den Höhenmetern in den Beinen und den Wanderkilometern nochmal am Meer ausklingen lassen und die Pazifikregion wurde uns wärmstens von anderen Backpackern empfohlen. Also erlebten wir noch in Otavalo das samstägliche Markttreiben(wird in jedem Reiseführer beschrieben, die Straßen sind voller Leute und Waren, Waren, Waren….), ehe wir per Bus über Quito Richtung Westküste fuhren und die Nachtfahrt war diesmal angenehm. 5 Uhr morgens standen wir in Puerto Lopez an einem leeren Strand, mit milden Temperaturen und einem coolen Blick in die Sterne. Hostelsuche, Schlafen, Strandfeeling aufnehmen am 1. Tag, den interessanten Fischmarkt begutachten, Cafe/Tee trinken und interessantes Gespräch mit einer afrikanischen „Oma“ und einen famosen Sonnenuntergang erleben( innerhalb von Sekunden wechseln die Farben-wir staunten). Beim abendlichen Schlendern „stolperten“wir über eine Zirkusvorstellung und wir haben die Werbung angenommen. Typisch südamerikanisch ging die Aufführung zwar erst 1h später los, aber wir konnten so in Ruhe noch was in der Straßenküche essen. Die Zirkusvorstellung kostete 1 Dollar pro Nase und da gönnten wir uns den Zusatzdollar für Reihe 1! Naja, die Qualität überzeugte uns eher nicht, bis auf eine Motorradshow in einer „Todeskugel“, aber die Einheimischen hatten ihren Spaß bei den Einlagen mit dem Publikum, der Artistik und Clownerie. Am nächsten Tag wechselten wir zu „Heidi“- kleines Hostel, direkt am Meer und Fischmarkt, mit offener Küche, Lümmelcouch, angenehmer Atmosphäre und netter Gastgeberin. Die Tochter von Heidi(6/7 Jahre)erzählte mit uns sehr intensiv, leider verstanden wir nur bröckchenweise ihren Redeschwall. Na und wenn man am Fischmarkt wohnt, muss man auch Fisch kaufen-1,7kg Dorado verhandelten wir und bereiteten ihn selbst zu, dazu der 1. Rotwein seit November-wir fühlten uns auf der Terasse wie kleine Könige! Fisch wurde also in der Woche unser tägliches Abendbrot, wechselten ab und zu mal die Fischart. Nach und nach bekamen wir auch Mitbewohner, damit auch wieder Einblicke in andere Travellergeschichten. Am 11.2. begaben wir uns nochmal auf eine Touri-Route, Isla de la Plata- im Volksmund „Galapagos für Arme“, sahen dort auf einer Wanderung(von ca. 20 Teilnehmern wollten nur 4 die längere Wanderroute in Angriff nehmen, es war sehr heiß)Blaufußtölpel ganz nah und fast zahm und riesige Scharen von Fregattvögeln. Dies war schon sehr beeindruckend. Am nächsten Tag fuhren wir per Bus zu einem anderen Strandort, kaum Leute am Strand, Beobachten von Fischern, Sammeln von Strandgut…. und einfach wohlfühlen. Matthi genoss auf Los Frailes( bekannter Nationalpark“) seine letzten Schnorchelaktionen und war nochmal begeistert.

Allmählich hieß es Abschied nehmen, sowohl vom Meer, als auch nach der Rücktour und einer Übernachtung im Rebel-Hostel in Quito( diesmal sehr voll und die Deutschen hatten die Oberhand…)von Ecuador, Südamerika, unserem Backpackerleben mit allen Freiheiten, Aktionen, Entscheidungen, Erlebnissen. Es war irgendwie eine komische Stimmung, schon traurig- aber gleichzeitig freuten wir uns natürlich auch ganz doll auf unseren Zwischenstop in Deutschland und unsere Mädels!!!

Ecuador-Fotos Teil 3

Galapagos-Leguan
Schnapsbrennerei
Weihnachtstreff in Santa Cruz
Matthi schnorchelt so gern
„Rentierschlitten“ auf den Galapagosinseln
Blaufußtölpel

Matthi als „Hundepfleger“ und „Hundeversteher“ auf der Hazienda
Die Silvesterband mit cooler Musik-wir waren aber in der Küche!!!

Anstoßen mit der Küchencrew und Galapagosschnaps auf ein gutes 2020
Unser täglicher Blick zum Vulkan
Schaukeln am/ auf dem „Arbeitsplatz“- Hazienda Manteles

Fotos Ecuador-Teil 1

Ecuador- wir wollen dich entdecken und erleben

Am Äquator
Unsere Karte an Anne…

Wanderung zum Cotopaxi-Gewitter und Schneesturm können die Stimmung nicht trüben

Wandern und “ Energie aufnehmen“ von der schönen Natur
Schaukeln über Quito
Unser „Alternativweihnachtsgebäck“- in Quito, der Hauptstadt von Ecuador
allmähliche Weihnachtsstimmung an der Kirche San Franziskus in Quito

Quilotoa-Loop und Otavalo

6,5 Std Nachtbusfahrt lassen uns in Latacunga ankommen.Die Stadt,5 mal vom Cotopaxi zerstört, hat nicht viel zu bieten. Aber sie ist Ausgangspunkt für eine beanspruchende und sehr reizvolle 4 Tagewanderung hin zum 200m tiefen Kratersee Quilotoa. Top-Wetter , ausreichende Low-Budget Hostels und naturales Essen bilden den Rahmen. Herzliche Begegnungen mit den Indigenos beeindrucken… Die Strecke besteht aus Abstieg, Flussüberquerung, Aufstieg, immer wieder ganz anderen Naturschauspielen. Und es begegnen uns zunehmend in den Andendörfern bettelnde Kinder…die Eltern schauen zu oder schicken sie…? Tja , was macht man da (..haben im Vorfeld Lollis besorgt…)? Maronen finden wir-würden sie gern mitnehmen, wäre eine üppige Pilzmahlzeit…, ebenso Kartoffeln auf 4000m Höhe. Der See ist echt der Hammer, sobald die Sonne scheint, glitzert er grünlich, die Farben wechseln- man muss einfach immer wieder hinschauen und den Blick aufsaugen.

Nach einer kleinen Irrfahrt landen wir nördlich von Quito in Otavalo. Eine aktive Stadt mit 50 000 Einwohnern, wieder neuen Alltagstrachten der vorwiegend indigenen Bevölkerung, großem Textilmarkt und rundum Postkartenausblicken zu den umliegenden Vulkanen, aber auch zahlreichen Straßenhunden-und verkäufern. Wir schlagen auf dem Markt zu. Aber eigentlich nicht zu fassen: die Tageswanderung auf dem nächsten Kraterrand (des Cotacachi) auf 3100 bis 3400m Wanderhöhe ist schon wieder unbeschreiblich. Die etwas tiefere Höhenlage schafft eine neue, eigene Atmosphäre. Per Anhalter geht es die halbe Zubringerstrecke zurück.

Der Tag darauf füllt sich mit einer Radtour durch kleine Siedlungsdörfchen in die Umgegend der Stadt . Kraftraubend erweisen sich dabei die runden „Katzenköpfe“ und die Bergkraxelei. Das Ziel (Greifvogelpark del Condor) erweist sich als überaus lohnenswert, fast abenteuerlich gestaltet sich ebenso die entsprechende Heimfahrt.

Wie immer fühlt es sich etwas unwirklich an, dass wir bei 30 Grad schwitzen und in Deutschland der Winter wohl endlich mit Schnee und kalten Temperaturen zugeschlagen hat.

Banos und Cuenca-wir waren in den Touri-Hochburgen

Nach fast einer Woche „Alleinsein“ auf der weiträumigen Hazienda(die Vorräte wurden auch knapp, die Hunde bekamen Schmalkost, weil das Geld fehlte)wanderten wir los und es dauerte nicht lange, ehe unser „Daumen hoch“ Erfolg hatte und ein Bauer, der seinen Käse verkaufen wollte, uns zwei Gringos mitnahm.So lernten wir allerhand „Kunden“ kennen.(Käse auf unserem Schoß-ist ein meist runder Salzlakenkuhkäse). Angekommen in Banos vertrauten wir wieder mal unserem Instinkt und standen plötzlich vor dem Hostel „Matthias“- mit Küche, freiem Kaffee, Wasser, Tee-wir fühlten uns schnell wohl und hatten schnell Kontakt zu einer Studentengruppe aus Quebec. Banos ist ein kleiner, überschaubarer Ort mit vielen Touris, von Bergen eingerahmt und hat ein besonderes Flair. Es ist ein Wallfahrtsort und bei unserem Kirchenbesuch zündeten wir wieder eine Kerze für unsere Familie und sicheres Reisen an. Fahrradtour zu Wasserfällen, Wandern um den Ort, Kolibriwatching bestimmten unsere Tage. Und es kam zum versprochenen Wiedersehen mit Darios(Bauer, Handwerker…). Natürlich wurden wir zum Essen eingeladen, die Großfamilie traf sich extra wegen uns. Herzlichkeit, leichte Unterhaltung und viel Lachen bestimmten den intensiven und für uns beeindruckenden Abend. Darios z.B. arbeitet täglich hart, in seiner Wohnung( ganz einfache Verhältnisse)leben 2 schwerstbehinderte Kinder(von 3) und er ist immer guter Laune!

Überraschenderweise trafen wir eine Freundin(aus Berlin, in Cusco kennengelernt)plötzlich auf der Straße, das freudige Umarmen war nicht leise, das Teetrinken dauerte sehr lang!

Nächste Etappe-tropischer Regenwald, Tour gebucht und das war ein Fehler…!!! Prinzipenloser, indigener Führer, der ständig die Tage falsch plante, uns immer wieder Versprechen gab, die nicht eingehalten wurden(morgen, morgen-viele Tiere, Nachtwalking…)und wenig mit uns kommunizierte, erschwerten alles. Wir fuhren ewig auf dem Fluss mit lautem Außenbordmotor und sahen fast keine Tiere( paar Vögel). Zudem ging die Tour 1 Tag länger als vereinbart… . Übernachtet wurde bei einer Familie, die dort lebt und auf Sandbänken im Zelt. In der Familie wird viel Chicha getrunken-gekochte, gegorene Yucca-Dünnsuppe- Matthi trank auch viel aus den riesigen, selbstgefertigten Schalen und musste demzufolge oft in den Wald um die Behausung zum Pinkeln! Im übrigen spucken die weiblichen Mitglieder der Familie in den Bottich, um die Gärung in Gang zu bringen…Bei einer Zeremonie in der Familie wurden wir spontan „Pateneltern“einer 4 Tage alten Tochter-das Kind heißt nach unseren Vorschlägen Lea-Silka. Ebenso erlebten wir eine rituelle, nächtliche Waschung der Familie.Schon interessant, den Alltag der Familie zu verfolgen. Das Blasrohr des Familienvaters stand dabei immer griffbereit(ein Gewehr besaß er aber auch..wegen des Jaguars..sagt er).Das Tagesgeschirr der Familie war sehr leicht, dünnwandig, stabil, kunstvoll verziert und natürlich selbst gefertigt! Dabei immer wieder Regen an den Tagen, aber es ist warm, doch der Fahrtwind auf dem Boot bringt leichtes Frösteln…Da helfen auch die Plastikponchos wenig..Wasser hat einen kleinen Kopf. Das Fischen bei Dunkelheit brachte interessante Fänge und bereicherte die Mahlzeiten(Reis, Kartoffeln, Spaghetti, Mais, Obst, Gemüse, Tee,Kaffee). Es ließ sich der schwarze Kaiman blicken,von dem unsere 2 indigenen Führer mit großem Respekt sprachen.. Dabei waren unsere Gummistiefel die ganzen Tage aus ver schiedenen Gründen unverzichtbar. Das tiefe Regenwalderlebnis pur neigte sich dann jedoch endlich und glücklicherweise für den einen Teil der Familie( ich gebe zu, es war für mich-Silke-ein Alptraum)dem Ende entgegen. Zurück in der Zivilisation klagten wir wegen Vertragsbruch seitens des Führers,vergeblich.So bleiben uns nur entspechende Schilderungen im sozialen Netzwerk.

Es folgte eine beeindruckende Wanderung hinauf zum stadtnahen Vulkan Tunguhuaru , mit ständig 20%igem Anstieg auf 3850 m( und Schlamm/Morast) . In der spartanischen Hütte ohne Elektrizität trafen wir interessante Leute aus den USA und Deutschland, was auch schon immer den Wert unserer Aktionen erhöht hat, der Ausblick abends auf die Stadt war beeindruckend. Den Aufstieg zum Krater riskierten wir aber nicht. Der Abstieg in die Stadt am nächsten Tag nach kalter Nacht bescherte uns einen heftigen Muskelkater. Abschlusstreffen mit Melanie bei gutem Tee in Banos, herzliche Verabschiedung- aber wir treffen uns wieder, garantiert.

Busfahrt nach Cuenca(drittgrößte Stadt in Ecuador)- man kann bei den Busfahrten so schön in die verschiedenen, grünen Landschaften blicken, es wird nicht langweilig. Mit der Hilfe der Einheimischen(die mal schnell für dich das Ticket lösen) und einer kurzen Busfahrt(wenn du bezahlt hast, antwortet dir der Automat mit „gracias“), waren wir schnell im Zentrum mit einer beeindruckenden Kathedrale. Hostel ganz nah am Zentrum gefunden(Tipp von Leo aus der Berghütte vom Tunguhuaru), erste Einblicke ins nächtliche Stadtleben bekommen- man fühlt sich sicher, auch in den Nebenstraßen. Frühstücken im riesigen Mercado-wir fragen uns immer, wie die Leute ihr Obst, andere Waren, Essen…so verkaufen, dass sie davon leben können- erfolgreiche Shoppingtour und heftiger Regen(wir waren zum Glück lange im Cafe). Abends machten wir uns schick(d.h. ein anderes Shirt, Pullover von Heiko, Wanderschuhe…), denn wir hatten Karten für das Theater der Uni gekauft- sehr kurzweiliges Programm mit Ballett-ecuadorianisches Nationalballett-, Sinfonieorchester Cuenca, Chor(„Carmen“, „Aida“ und andere bekannte Stücke) -wir fühlten uns sehr wohl und waren nicht zu schlecht gekleidet, einige Ecuadorianer saßen mit Anorak, Mütze… bei der Vorstellung. Sonntag: Talk im Hostel(zwei ältere Herren-immer mal wieder), beim Vorbeigehen ein klassisches Konzert in der ältesten Kirche von Cuenca mitgenommen, schöne Wanderung am Fluss zum Museum der Stadt(mit alten Inka-Ruinen, dem Darstellen der verschiedenen Regionen des Landes, ausgedehntem Park mit verschiedenen Pflanzen), in Panaderia zwei interessante junge Französinnen getroffen-Lehrerinnen-wir blieben länger als geplant.

Weiter gings in den Cajas-Nationalpark(3800-4100m-Wanderhöhe). Die Vulkanbergketten rundherum sind um einiges höher. 2 Wanderungen mit ständig wechselnder Vegetation fanden wir sehr erholsam. Einmal musste uns Maps me in der Orientierung weiterhelfen. SILKE sieht um 7.30 Uhr einen Moor-Wolf (bei der Fussmaniküre)vorbeischlendern. Unser Quartier, die Berghütte lässt einen Tee zum Frühstück zu. Draußen entwickelte sich über Nacht Rauhreif und es war ein leichter, weißer Schimmer zu sehen.

Zurück in der Stadt durften wir den sehr natürlichen Park Zoologica Amaro erleben. Diese Berganlage mit den Tieren Südamerikas auf nächster Nähe ist einmalig. Was wir nicht im Dschungel beobachten konnten, fanden wir dort. Alle Vorzeigeexemplare des Landes präsentierten sich für das perfekte Foto.

Nun war die Historie wieder tonangebend. Die Kanarie, durch die Inka militärisch nicht zu bezwingen, konnten ihre Selbständigkeit jedoch nicht halten. So vermischten sich die Kulturen(Mond-und Sonnenkult, Architektur, Verwaltung). So hinterlassen beide „Inkapirca“. Idyllisch gelegen, Terassengestaltung, Kultplätze…alles touristisch aufgearbeitet. Wir treffen Freiberger mit eigenem Auto aus Deutschland(er ist Handballer und hat in seinem letzten Spiel vor dem Travelling Oberlosa bezwungen). Allgemein ergeben sich immer wieder „internationale“Gespräche… .Genauso wechseln sich in der Landschaft oft steile grüne Täler mit Flüssen, Berggipfeln ab und es ist alles so grün!!!

„Volunteering“ im Naturluxushotel

Nach 7 Stunden Bus-und Taxitransport gelangen wir zur Hazienda Manteles. Dies ist ein Natur-Holz-(Hunde)-Luxushotel von einem Park umgeben. Charakteristische Tätigkeiten sind: intensiv Geschirrspülen per Hand, Gläser polieren, Abtrocknen, aufwendiges Putzen und Herrichten der Zimmer durch Silke(4 Lagen von Bettdecken), massenhaftes Waschen, Schrubben, Bügeln und Legen von Wäsche( durch Silke),ich helfe manchmal, Gummistiefeldienst für die Gäste durch mich, Shamponieren, Füttern, Pflegen der 4 Hunde( auch durch mich, Waschen der Hunde gemeinsam), Führung der Gäste zum Wasserfall u.v.a.m. Der einzig englischsprechende Ecuadorianer ist der Objektleiter. Die Tage um Silvester ist der Arbeitstag 14 Std. lang. Anne warnt uns: „Lasst euch nicht ausnutzen!“ Silke stößt auch an die Grenzen . Zudem war unser Zimmer tagsüber nicht benutzbar, weil es als Massageraum diente. Wir feierten gleich 2x den Jahreswechsel, das europäische Silvesterläuten verbrachten wir beide auf der Schaukel mit Vulkanblick im Objekt( ohne Getränke), in die Landschaft schauend und Gedanken über den Ozean sendend an unsere Kinder, Familien und lieben Freunde und der eine oder andere hat dies bestimmt gemerkt?! Wir wissen auch, dass wir oft in Euren Gedanken des Jahreswechsels dabei waren. Dann waren wir den Silvesterabend fleißig am Abwaschtisch. 12 Uhr ecuadorianischer Zeit überraschten wir das Küchenteam mit Wunderkerzen und spendeten unseren Galapagosschnaps und wünschten uns „Feliz Ano 2020“. Die feuerwerksverrückten Ecuadorianer mussten diesmal leider wegen strömendem Regen auf ihr mitternächtliches Spektakel verzichten. Ein etwas anderer Jahreswechsel für uns, aber wie viele Menschen müssen genau an diesem Tag jedes Jahr arbeiten und können nicht beim Anstoßen dabei sein.

Die Lage entspannte sich aber, die Gäste wurden weniger( es ergeben sich immer wieder lockere Gespräche mit Gästen, diese kommen aus ecuadorianischen Großstädten, den USA, UK, Spanien…) und wir waren 2 Tage in dieser vom Vulkan Tunguhara dominierten reizvollen grünen Berglandschaft wandern( Treff mit Einheimischen und Smalltalk- Einladung zum Essen -werden wir in Banos sicherlich einlösen). Ungewöhnlich ist, dass hier in der 3000m Höhenlage die Vegetation üppig ist. Bird- watching lohnt sich.Wo es geht, bewirtschaften die campesinos die Hänge(Mais). Kühe sind einzeln angepflockt. Bis dahin unbekannte Früchte kennen wir nun. Immer besser klappt die Kommunikation mit Alex(dem Küchenchef), Jessica, Carmen, Karin, Marco…-ja, wir treffen oft in Südamerika auf deutsche Namen und bei Matthias weiß jeder Bescheid! Bereits zwei Nächte sind wir die einzigen „Bewohner“ der Hotelanlage, ein ungewohntes, aber cooles Gefühl! Nachts rumort die Natur, exotische Geräusche begleiten unseren Schlaf, fühlen uns durch die Hunde behütet, welche ab und zu auch mal die Schnauze durchs Fenster stecken.

Gerade jetzt, wo wir ein wenig zur Ruhe kommen und viele Erlebnisse verarbeiten, sind wir sehr dankbar für all die Kontakte zur Familie, zu Freunden, die uns sowohl zum Weihnachtsfest oder zum Neuen Jahr nicht vergessen haben, uns mit ganz lieben Worten emotional berührt haben und uns aus der Heimat mit Neuigkeiten überrascht haben. Und uns wird immer mehr in der Ferne bewusst, welch ein Glück es ist, Liebe zu genießen, Freundschaften zu bewahren und diese wertzuschätzen!!! Also DANKE an alle für die kleinen und großen Wünsche für uns, wir hoffen, viel von unserem „Flow“ weitergeben zu können und die kleine Welt ein wenig offener, toleranter und schöner gestalten zu können….!

Tschüss Colombia, hallo Ecuador!!

Verschiedenste Faktoren lassen uns erst jetzt wieder einen Beitrag abschicken(Wildnis , kein Internet, Energie -oder Zeitmangel). Dabei ist momentan das Netz zu schwach, um Fotos anzuhängen. Voller Eindrücke, ein wenig schweren Herzens, den herrlichen Natursäften entsagend und voller neuer Erwartung landen wir in Ecuadors Quito, der mit 2850 m am höchsten gelegenen Hauptstadt unserer Erde. Und wie sich später herausstellen wird, treffen wir hier ebenso auf herzliche, aufgeschlossene und stets weiterhelfende Südamerikaner. Die ersten Dollars in der Tasche stoßen wir glücklicherweise auf ein frisch saniertes Hostel in der UNESCO-Weltkulturerbe historischen Altstadt. 10 $ pro Nase je Übernachtung inclusive Frühstück lassen uns unternehmungslustig aufbrechen. Aus spanischer Zeit interessante Kirchen- immer wieder stehen wir staunend in dieser Pracht-, Jesus im Prunkrock, ziemlich authentische Höllendarstellungen und beeindruckende Residenzen begegnen uns. Mahlzeiten vernaschen wir einfach auf der Straße, alles lecker, frisch und günstig( und ohne Auswirkungen auf unsere Verdauung). Zwar sehr touristisch, aber lehrreich(physikalische Experimente), erkunden wir den Äquator-Breitengrad in Mitad del Mundo. Hier am Äquator zeigen sich Sonne und Mond in besonderer Art und Weise. Und immer wieder stoßen wir auf Beweise der Adventszeit. In Ecuador wird erst spät „geschmückt“- um den 16.12. . Ganz besondere Krippendarstellungen und eigenartige Beleuchtungen verbinden sich mit mildem Wetter und Sonnenschein. Natürlich muss ein Vulkan erklommen werden… . Wir buchen einen Sonntagsganztagesausflug mit dem Ziel Cotopaxi(in der Nähe von Quito). Allerdings nicht bis zum Gipfel, dazu braucht man spezielles Equipment, sondern nur bis 5100 m aus verschiedenen Gründen. Der Guide bescheinigt uns einen Rekord des Aufstieges, sichtlich schnaufend. Unsere Akklimatisierung funktioniert. Dies kann auch das heftige, plötzlich einsetzende Gewitter mit Hagel, Schnee und Temperatursturz nicht trüben. Den Nationalpark hätten wir bei mehr Zeit gern mehr erkundet. Nicht unerwähnt soll sein, dass sich die Hauswanderstrecke der Quitoaner, nur durch eine von den Ösis lizensierte Kabinenbahn erreichbar, sehr reizvoll ist. Sie führt auf einem Grat gut 4 Stunden von 4100 bis 4700 m, wir genießen herrliche Ausblicke, schwingen scheinbar in den Himmel mit einer überdimensionierten Schaukel und Quito liegt uns zu Füßen. Eines Abends werden wir Zeugen eines Mitsing-Weihnachtskonzertes auf dem alten Tempelplatz, viel Blinklicht und Massenleute. Und zwischendurch immer wieder das Salz in der Suppe: Begegnungen mit Travellern oder Einheimischen. Die Polizei warnt uns höchstpersönlich vor Kleinkriminellen(Rucksack vor dem Bauch tragen…). Abends bummeln wir aber kaum durch die Stadt oder über Märkte, können aber auch hier in Ecuadors Hauptstadt nur schauen, wie immer, vielleicht anfassen, aber nicht kaufen wegen beschränkter Transportkapazitäten. Und dann: Galapagos!!!! Wir haben uns nach langen Überlegungen, Recherchen doch für eine Agentur entschieden( zwar preiswerter, als gedacht-aber im Nachhinein nicht die Optimalvariante). Allein das Beschaffen der notwendigen höheren Geldsumme beschäftigt uns nahezu 1 Tag. Dann fiebern wir der Abreise entgegen, denn dasWeihnachtsfest naht.

Nächtlicher Aufbruch zum Flughafen, 2,3 Std Flug, Sicherheitskontrollen(nichts einschleppen!, auch keine Taschenmesser!!…beim 9. Flug hab ich’s verpennt- und bin doch traurig über das jahrelang heiß geliebte Utensil in meiner Hosentasche), Klimawechsel, Vegetationswandel, grenzwertige Flugboot- Fahrten(meine Freundin hatte sehr zu kämpfen auf der Tour zur Insel Isabella), Fauna undFlora wie im ZOO, JEDER Blick reif für eine Postkarte. 8 Tage vergehen im Fluge und im Traum.

Tiere zum Anfassen(Seelöwen, Riesenleguane, Flamingos, Fregattvögel, Riesenmeeres- und Landschildkröten…) beeindrucken…nur eben ein teures Plaster für Touris, eine Lizenz zum Gelddrucken. Dann habe ich die Gelegenheit 4 mal zu „snerkeln“ , also im „Aquarium“ mitzuschwimmen, auch Haie und Rochen, große Fischschwärme, Muränen..ich glaube es kaum. Ebenso haben die Inseln geologisch attraktiv (vulkanos) einiges zu bieten.Traumstrände mit kaum Leuten gibt es ebenso und wir genießen wiedermal. Der Zuckerrohrschnaps braucht sich auch nicht vor dem Alpenwässerchen zu verstecken(wir haben 2 Flaschen mitgenommen bei einem Eco-Bauern, der vor allem Kaffee und Kakao für Touris anbaut)! Neu für uns war auch, dass 40 000 Leute auf den Inseln leben, 60% vom Tourismus ihren Unterhalt bestreiten, der Rest von der Landwirtschaft lebt und erst seit den 90 er Jahren Galapagos verstärkt für Touris geöffnet wurde.Riesenschildkröten und Leguane veranlassen so manches Auto zur leichten Slalomfahrt. Zum Weihnachtsabend schlichen wir allein zum eigentlich gesperrten Darwin-Strand mit Keksen, Bier, Feliz -Navidad-Mütze und Kerze. Dort ließen wir die Gedanken in die Heimat schweifen. Die Sterne begleiten uns dabei!!! Wegen Fehlinformation fiel unser Weihnachtsgottesdienst leider aus.
Der Rückflug nach Guayaquil endet mit einem Empfang durch eine dortige Familie, welche wir auf Galapagos kennenlernten.( Die Stadt an sich ist häßlich) Die Einladung zum Bummeln auf der weihnachtlichen Uferpromenade mit Nußknacker!, dessen Zweck unsere Gastgeber uns nicht erklären konnten, farbige Wasserspiele mit Musik am Rio beeindruckten aber schon. Selbstverständlicherweise brachte uns der Familienvater am nächsten Tag noch mit dem Auto zum Busbahnhof. Auch in dieser Stadt werden Figuren aus Pappmachee angeboten, welche in der Silvesternacht beim feuchtfröhlichen Zusammensein verbrannt werden, ein Brauch in Ecuador. Vielfalt und Größe der Figuren(sehr preisintensiv) sowie Ausführung grenzen an Kunsthandwerk.